Der Staffelsee
Herzlich willkommen an Bayerns schönstem See!
Liebe Mitbürgerinnen, Mitbürger und Freunde des Gemeindeblattes!
Wie schnell doch die Zeit vergeht – Sie werden sich wundern, aber so fing doch das letzte Grußwort im Dezember schon an. Was soll ich sagen, seit Dezember rast die Zeit nur so dahin und ich komme jetzt zum Ende meiner Amtszeit.
Nicht nur das, auch für das Gemeindeblatt rast die Zeit, so dass wir dieses Mal mit der 100. Ausgabe auch noch ein Jubiläum feiern können. Hierzu gratuliere ich recht herzlichen allen, die das Blatt ins Leben gerufen und bis heute am Leben gehalten haben. Vielen Dank dafür.
Es gibt nichts Neues unter der Sonne – Dieser Spruch aus dem Alten Testament begleitet mich seit geraumer Zeit. Vielmehr aber noch die erweiterten Sätze dazu: Was früher geschehen ist, wird wieder geschehe. Was man früher getan hat, wird man wieder tun.
In diesem Sinn ist Alles, was man tut dem einem großen Ziel untergeordnet, dass man es gut macht. Gute Voraussetzungen zu schaffen, ist deshalb die Herausforderung an der man sich messen kann.
Seit meinem Amtsantritt in der Gemeinde sind rund 40 Gemeinderatsmitglieder verschiedener Fraktionen in den 4 Amtsperioden angetreten. Rund 400 Sitzungen fanden statt, in denen mehr als 4.000 Tops behandelt wurden. 40 wechselnde Mitarbeiter haben dabei die Geschicke der Verwaltung gelenkt; ganz zu schweigen von den Wechseln im Kindergarten. Und was mach stolz macht, ist dass wir das Haushaltsvolumen fast ver-4-facht haben (auf durchschnittlich rund 8 Mio. €). Die Gemeinde ist derzeit schuldenfrei und gleichzeitig hat sich das Vermögen der Gemeinde, trotz vielfältiger verwirklichter Projekte, erheblich gesteigert. So sind beispielhaft im potentiellen Gewerbegebiet rund 3,5 ha Eigentum der Gemeinde.
Wir haben das Erbe und den Auftrag angenommen und ich denke wir haben es gut gemacht.
Nun heißt es für mich Abschied zu nehmen von der kommunalen Ebene. In den 24 Jahren im Gemeinderat - davon 18 Jahren als 1. Bürgermeister – bedeutete das Amt des Bürgermeister immer wieder im Sinn des Gemeinwohls als Dienstleister der BürgerInnen zu handeln. Die gesellschaftlichen Veränderung konnten und wollten wir nicht aufhalten und schon gar nicht verhindern, aber wir sind verantwortungsvoll damit umgegangen. Immer mit dem Ziel einer verträglichen Lösung.
Die Zeit hat sich gedreht – 24 Jahre kommunales Ehrenamt gehen dem Ende zu und die Wehmut macht sich mit aller Gewalt breit.
Es ist natürlich schwierig an dieser Stelle die richtigen Worte des Dankes zu finden und vor allem niemanden dabei zu vergessen.
Deshalb danke ich allen, die für mich in den ganzen Jahren ständige Begleiter waren. An erster Stelle steht hier natürlich die Familie, die viele Entbehrungen hingenommen aber mich auch immer gestärkt hat. Mein Dank gilt natürlich auch allen Begleitern aus den gemeindlichen Einrichtungen und ganz besonders dem unermüdlichen Einsatz der Verwaltungsmitarbeiter, ohne die unsere Gemeinde nicht funktionieren kann.
Ich danke Ihnen allen, die das Gemeindeblatt gelesen und mir ab und zu ein „Feedback“ gegeben haben. In diesem Sinn danke ich auch allen BürgerInnen für das gut Zusammenwirken, um aus unserer Gemeinde das zu machen, was sie ist.
Wir haben es -meine ich – gut gemacht und deshalb wünsche ich allen BürgerInnen und vor allem den gewählten Vertretern des Gemeinderates, dass sie das Wesentliche nicht aus dem Blick verlieren, immer die verträglichsten Lösungen finden und sich insbesondere immer ihrer Aufgabe zum Wohl der Gemeinschaft bzw. der Gemeinde bewusst sind.
Man sieht sich! Machen sie es gut!
Seehausen, den 27.04.2026
Ihr
Markus Hörmann
1. Bürgermeister
